Für viele ist das Lesen einer der schönsten Gründe, ein Tablet zu besitzen. Die Zeitung jeden Morgen, ein dicker Roman ohne schweres Buch, eine Zeitschrift, die man sonst kaufen müsste – all das passt auf ein flaches Gerät. Doch lohnt sich das Lesen auf dem Tablet wirklich, und worauf sollte man achten? Dieser Artikel ordnet die Vorzüge und die Grenzen ein.

Der größte Vorteil: Sie bestimmen die Schriftgröße

Der entscheidende Gewinn beim Lesen am Tablet ist die freie Schriftgröße. Was auf Papier klein gedruckt ist und zur Lesebrille zwingt, lässt sich auf dem Tablet mit einer Fingerbewegung so weit vergrößern, wie es angenehm ist. Für Augen, die nicht mehr die jüngsten sind, ist das ein echter Gewinn an Lesefreude.

Hinzu kommt: Der Bildschirm leuchtet von selbst. Sie brauchen keine zusätzliche Leselampe und können auch im Halbdunkel lesen, ohne jemanden zu stören. Die Helligkeit lässt sich an die Umgebung anpassen.

Was Sie auf dem Tablet lesen können

Die Auswahl ist groß und reicht weit über Bücher hinaus.

Zeitungen. Fast jede Tageszeitung gibt es heute als digitale Ausgabe, die morgens automatisch auf dem Tablet bereitliegt – oft schon, bevor die gedruckte im Briefkasten wäre. Viele Verlage bieten das als Abo, manche Inhalte sind kostenlos. Eine Einordnung dazu finden Sie in Nachrichten digital lesen.

Bücher. Romane und Sachbücher lassen sich als digitale Ausgabe kaufen und sofort lesen – kein Warten, kein Platz im Regal. Ein einzelnes Tablet kann eine ganze Bibliothek fassen, was besonders auf Reisen angenehm ist.

Zeitschriften und mehr. Auch Illustrierte, Fachzeitschriften und sogar viele Bibliotheksbücher gibt es in digitaler Form. Manche Stadtbüchereien verleihen digitale Bücher sogar kostenlos an ihre Mitglieder.

Wo die Grenzen liegen

Ehrlich gesagt: Ein Tablet ersetzt nicht für jeden das Papier. Manche vermissen das Blättern, den Geruch, das Gefühl eines echten Buchs – das bleibt Geschmackssache. Auch bei langem Lesen am Stück empfinden manche den leuchtenden Bildschirm als anstrengender für die Augen als bedrucktes Papier.

Wer sehr viel liest und vor allem Bücher, für den gibt es spezielle Lesegeräte, deren Bildschirm dem Papier näherkommt und nicht leuchtet. Für die meisten aber, die mal die Zeitung, mal ein Buch, mal eine Zeitschrift lesen möchten, ist das Tablet der vielseitigere Begleiter.

Ein paar Gedanken zum angenehmen Lesen

Stellen Sie die Schrift ruhig größer, als Sie zunächst denken – das schont die Augen über die Zeit. Eine leicht gedämpfte Helligkeit am Abend liest sich angenehmer als ein grell leuchtender Bildschirm. Und ein einfacher Ständer oder eine Hülle, die sich aufstellen lässt, macht längeres Lesen bequemer, weil Sie das Gerät nicht halten müssen. So wird das Tablet zum ruhigen Lesebegleiter, der sich Ihrem Sehen anpasst – nicht umgekehrt.

Häufige Fragen

Ist das Lesen auf dem Tablet für die Augen schädlich? Schädlich ist es nicht. Manche empfinden den leuchtenden Bildschirm bei sehr langem Lesen als anstrengender als Papier. Eine gedämpfte Helligkeit und eine größere Schrift machen das Lesen spürbar angenehmer.

Kann ich auf dem Tablet kostenlos lesen? Teilweise ja. Viele Nachrichtenseiten bieten kostenlose Artikel, und manche Stadtbüchereien verleihen digitale Bücher gratis an ihre Mitglieder. Aktuelle Zeitungen und neue Romane sind dagegen meist kostenpflichtig.

Brauche ich ein extra Lesegerät, oder reicht das Tablet? Für die meisten reicht das Tablet, weil es Zeitung, Bücher und Zeitschriften zugleich kann. Ein spezielles Lesegerät lohnt nur, wer sehr viel und vor allem Bücher liest und einen papierähnlichen Bildschirm bevorzugt.

Ist das Lesen am Tablet etwas für Senioren? Gerade für Senioren bringt es Vorteile: Die Schrift lässt sich frei vergrößern, der Bildschirm leuchtet von selbst, und ein einziges Gerät ersetzt schwere Bücher und Stapel von Zeitschriften.


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