Für viele ist gerade die gute Lesbarkeit der Hauptgrund, überhaupt zum Tablet zu greifen. Ein Tablet mit großer Schrift und einem hellen, klaren Bildschirm nimmt den Augen viel Anstrengung ab – beim Lesen der Nachrichten ebenso wie beim Schreiben einer Nachricht an die Enkel. Dieser Artikel erklärt, worauf es dabei ankommt und wie ein Tablet sich an nachlassende Sehkraft anpassen lässt.
Warum das Tablet den Augen entgegenkommt
Anders als eine gedruckte Zeitung ist die Schrift auf einem Tablet nicht in Stein gemeißelt. Sie lässt sich vergrößern, der Bildschirm wird heller oder dunkler, und der Kontrast lässt sich verstärken. Genau diese Anpassbarkeit macht das Tablet für müder werdende Augen so wertvoll: Der Text richtet sich nach Ihnen, nicht umgekehrt.
Hinzu kommt der leuchtende Bildschirm. Während gedruckter Text bei schwachem Licht schwer zu entziffern ist, bringt das Tablet sein eigenes Licht mit. Am Abend, im Sessel, bei trübem Wetter – die Schrift bleibt gut lesbar, ohne dass Sie eine Leselampe suchen müssen.
Auf die Bildschirmgröße kommt es an
Der wichtigste Faktor für entspanntes Lesen ist die Größe des Bildschirms. Je größer die Fläche, desto größer lässt sich die Schrift darstellen, ohne dass ständig hin- und hergeschoben werden muss. Für Menschen, denen das Lesen schwerer fällt, sind deshalb zehn bis elf Zoll eine gute Wahl – das entspricht ungefähr der Größe eines Buchs.
Kleinere Tablets mit acht Zoll sind handlicher und leichter, eignen sich aber weniger, wenn die Augen nachlassen. Auf der kleineren Fläche wird vergrößerte Schrift schnell unübersichtlich. Wer das Tablet vor allem zum Lesen nutzen möchte, ist mit dem größeren Format klar im Vorteil. Welche Geräte ein besonders großes, gut ablesbares Display bieten, zeigen unsere Tablet-Empfehlungen – das Samsung Galaxy Tab A11+ etwa setzt mit elf Zoll bewusst auf Lesbarkeit.
Helligkeit, Kontrast und Schärfe
Nicht jeder Bildschirm ist gleich gut. Drei Eigenschaften machen den Unterschied für die Augen:
Die Helligkeit entscheidet, ob der Bildschirm auch bei Tageslicht oder am hellen Fenster gut ablesbar bleibt. Günstige Geräte sparen hier manchmal – ein zu dunkler Bildschirm strengt an.
Der Kontrast – also wie deutlich sich dunkle Schrift vom hellen Hintergrund abhebt – erleichtert das Erkennen der Buchstaben. Klare, kontrastreiche Displays lesen sich müheloser.
Die Schärfe sorgt dafür, dass Buchstabenränder sauber und nicht verwaschen wirken. Auf einem scharfen Bildschirm ermüden die Augen langsamer, gerade bei längeren Texten.
Diese drei Punkte sind ein wesentlicher Grund, warum sich der Aufpreis von der Einsteiger- in die Mittelklasse für Lesebegeisterte lohnen kann. Was die Preisklassen sonst unterscheidet, lesen Sie in Was kostet ein gutes Tablet?.
Wie sich das Tablet an Ihre Augen anpasst
Jedes Tablet – ob iPad oder Android – bietet in seinen Einstellungen die Möglichkeit, die Schrift dauerhaft zu vergrößern. Einmal eingestellt, erscheinen Menüs, Nachrichten und Webseiten in einer angenehmen Größe, ohne dass Sie bei jeder App neu nachjustieren müssen. Zusätzlich lässt sich einzelner Text jederzeit mit einer Spreizbewegung zweier Finger noch weiter vergrößern.
Über die reine Schriftgröße hinaus gibt es weitere Hilfen: Ein Vorlesemodus liest längere Texte laut vor – hilfreich, wenn die Augen zwischendurch ruhen sollen. Und ein dunkler Hintergrund mit heller Schrift, oft „Dunkelmodus” genannt, empfinden viele am Abend als angenehmer. Diese Einstellungen sind auf jedem Gerät vorhanden; wie man die Schrift konkret vergrößert, zeigt unsere Anleitung Schrift vergrößern.
Für wen sich der Blick auf die Lesbarkeit besonders lohnt
Wenn das Lesen von gedrucktem Text zunehmend anstrengend wird, spielt ein Tablet seine größte Stärke aus. E-Books, Zeitungen und Nachrichten lassen sich in genau der Größe darstellen, die Ihnen guttut. Auch für Menschen mit einer beginnenden Seheinschränkung ist das ein echter Gewinn an Selbstständigkeit – ohne Lupe, ohne fremde Hilfe.
Wer dagegen gut sieht und das Tablet vor allem für Videos und Videotelefonate nutzt, muss der Lesbarkeit weniger Gewicht geben. Dann zählen andere Dinge stärker. Ob ein Tablet grundsätzlich zu Ihnen passt, wägt Tablet für Senioren: Lohnt sich das? ab.
Häufige Fragen
Welches Tablet hat die beste Schrift für Senioren mit schwachen Augen? Entscheidend ist ein großer, heller und kontrastreicher Bildschirm ab zehn Zoll. Auf jedem Tablet lässt sich die Schrift zusätzlich dauerhaft vergrößern – die Bildschirmgröße gibt aber vor, wie angenehm das Ergebnis ist.
Kann ich die Schrift auf dem Tablet dauerhaft größer stellen? Ja. In den Einstellungen jedes Tablets lässt sich die Schriftgröße systemweit erhöhen. Danach erscheinen alle Menüs und die meisten Apps in der gewählten Größe.
Ist ein iPad oder ein Android-Tablet besser für die Augen? Beide bieten sehr gute, anpassbare Bildschirme und eine Schriftvergrößerung. Wichtiger als die Marke sind Größe, Helligkeit und Schärfe des Displays. Den Unterschied der Systeme erklärt iPad oder Android-Tablet?.
Hilft ein Tablet auch beim Vorlesen von Texten? Ja. Sowohl iPad als auch Android-Tablets haben eine Vorlesefunktion, die längere Texte laut vorliest. Das entlastet die Augen, wenn das Lesen zwischendurch zu anstrengend wird.
Verwandte Artikel: Tablet für Senioren – lohnt sich das? · Was kostet ein gutes Tablet? · Mit dem Tablet lesen · Tablet-Empfehlungen