Ein neuer Computer ist eingerichtet, und schon stellt sich die Frage: Brauche ich Microsoft Office? Word für Briefe, Excel für Tabellen – diese Namen kennt fast jeder. Was viele nicht wissen: Man muss dafür weder Geld ausgeben noch ein Abo abschließen. Für den normalen Hausgebrauch gibt es kostenlose Wege, die genauso gut funktionieren. Dieser Artikel ordnet ein, wann sich Microsoft Office lohnt und wann nicht.

Was Microsoft Office eigentlich ist

Microsoft Office ist eine Sammlung von Programmen – vor allem Word zum Schreiben, Excel für Tabellen und PowerPoint für Präsentationen. Es ist seit Jahrzehnten der Maßstab im Büro, und genau daher rührt der Eindruck, man brauche es zwingend.

Früher kaufte man Office einmal und nutzte es jahrelang. Heute verkauft Microsoft es überwiegend als Microsoft 365 – ein Abo, das jährlich oder monatlich Geld kostet. Für jemanden, der gelegentlich einen Brief schreibt, ist das ein Dauerposten ohne echten Gegenwert.

Für die meisten reicht eine kostenlose Lösung

Wer zu Hause Briefe schreibt, eine einfache Tabelle für die Haushaltskasse führt oder einen Text aufsetzt, braucht den vollen Funktionsumfang von Office nicht. Dafür gibt es zwei gute, kostenlose Wege.

LibreOffice ist ein vollständiges, kostenloses Programmpaket, das Sie einmal installieren und ohne Abo dauerhaft nutzen. Es sieht Word und Excel sehr ähnlich, kann deren Dateien öffnen und speichern und deckt alles ab, was im Alltag anfällt. Für viele ist es der direkte, unkomplizierte Ersatz.

Office im Internet ist der zweite Weg. Microsoft selbst bietet abgespeckte Gratis-Versionen von Word und Excel an, die direkt im Browser laufen – ganz ohne Installation, dafür mit einem kostenlosen Microsoft-Konto. Was es mit diesem Konto auf sich hat, lesen Sie in Das Microsoft-Konto erklärt.

Wann sich die Bezahl-Variante doch lohnt

Es gibt Situationen, in denen Microsoft 365 sinnvoll ist – aber sie sind seltener, als die Werbung glauben macht:

  • Wenn Sie beruflich mit Kollegen Dateien austauschen, die exakt gleich aussehen müssen.
  • Wenn Sie anspruchsvolle Tabellen mit vielen Berechnungen erstellen, die über eine einfache Liste hinausgehen.
  • Wenn Sie ohnehin den großen Cloud-Speicher nutzen möchten, der beim Abo dabei ist.

Für den privaten Schriftverkehr, Einladungen, Listen und gelegentliche Tabellen trifft keiner dieser Punkte zu. Hier ist das kostenlose Paket nicht der Kompromiss, sondern die vernünftige Wahl.

Vorsicht beim neuen Computer

Auf vielen neuen Computern ist Office bereits vorinstalliert – allerdings nur als Testversion. Nach kurzer Zeit erscheint die Aufforderung, ein Abo zu kaufen, sonst lasse sich nichts mehr speichern. Das ist kein Defekt und kein Muss, sondern Verkaufsstrategie. Sie können die Testversion ignorieren und stattdessen ein kostenloses Programm installieren.

Lassen Sie sich auch von Pop-up-Fenstern nicht drängen, die mit dem baldigen „Verlust Ihrer Dokumente” drohen. Ihre Briefe und Tabellen gehören Ihnen und verschwinden nicht, nur weil eine Testphase endet.

Die ehrliche Empfehlung

Probieren Sie zuerst die kostenlose Lösung. Für die allermeisten zu Hause deckt sie alles ab – ohne Abo, ohne jährliche Kosten. Erst wenn Sie konkret merken, dass Ihnen etwas fehlt, ist über die Bezahl-Variante nachzudenken. Geld auszugeben, weil ein Name vertraut klingt, ist kein guter Grund.

Häufige Fragen

Kann ich Word-Dokumente auch ohne Microsoft Office öffnen? Ja. Kostenlose Programme wie LibreOffice öffnen und speichern Word- und Excel-Dateien problemlos. Auch die Gratis-Version von Word im Internet kann das. Sie sind also nicht ausgeschlossen, wenn Ihnen jemand eine Word-Datei schickt.

Ist eine kostenlose Alternative für Senioren nicht zu kompliziert? Nein. LibreOffice ist Word und Excel sehr ähnlich aufgebaut. Wer früher mit Word gearbeitet hat, findet sich schnell zurecht. Die wichtigsten Knöpfe sitzen an vertrauten Stellen.

Was passiert, wenn ich die Office-Testversion auf dem neuen PC einfach nicht kaufe? Dann läuft die Testphase ab, und das Programm verlangt ein Abo. Ihre bereits gespeicherten Dateien bleiben erhalten. Sie können in Ruhe ein kostenloses Programm installieren und damit weiterarbeiten.

Lohnt sich das Microsoft-365-Abo für gelegentliche Briefe? In der Regel nicht. Für einzelne Briefe und einfache Tabellen zahlen Sie sonst jährlich für Funktionen, die Sie nie nutzen. Eine kostenlose Lösung ist hier die bessere Wahl.


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