Smartphone einrichten und einstellen

Schriftgröße, Klingelton, Akku, Speicher und die Notfall-Funktionen – die wichtigsten Smartphone-Einstellungen Schritt für Schritt. Klicken Sie unten in das Inhalts-Verzeichnis, um direkt zu Ihrem Thema zu springen.

Die genauen Bezeichnungen können je nach Smartphone-Modell leicht abweichen. Wir nennen die Wege für iPhone (Apple) und Android (Samsung, Google und andere) – suchen Sie im Zweifel in den Einstellungen nach dem genannten Stichwort.

1 Display gut lesbar machen

Schriftgröße vergrößern

Die Schriftgröße lässt sich in mehreren Stufen vergrößern – Texte in Nachrichten, im Browser und in vielen Apps werden dann größer dargestellt.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Anzeige & Helligkeit → Textgröße → den Regler nach rechts schieben. Reicht das nicht, zusätzlich unter Einstellungen → Bedienungshilfen → Anzeige & Textgröße → „Größerer Text" einschalten.

Auf Android: Einstellungen → Anzeige → Schriftgröße (bei manchen Geräten „Schrift und Bildschirm-Skalierung") → den Regler verschieben.

Anzeigegröße – alles größer

Während die Schriftgröße nur den Text betrifft, vergrößert die Anzeigegröße alles – auch Symbole, Knöpfe und Bedienelemente. Wer nicht nur den Text schlecht liest, sondern auch die kleinen Schaltflächen schwer trifft, ist hier richtig.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Anzeige & Helligkeit → Display-Zoom (bei neueren Geräten „Anzeigezoom") → „Größer".

Auf Android: Einstellungen → Anzeige → Anzeigegröße (oder im selben Menü „Bildschirm-Skalierung").

Es lohnt sich, Schrift- und Anzeigegröße gemeinsam zu verstellen – die Wirkung ist zusammen am größten.

Fettschrift und Kontrast

Wirkt die Schrift zu dünn und blass, hilft die Fettschrift: Sie macht alle Buchstaben kräftiger, ohne dass sie größer werden.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Anzeige & Helligkeit → „Text fett" einschalten. Für stärkeren Kontrast: Einstellungen → Bedienungshilfen → Anzeige & Textgröße → „Kontrast erhöhen".

Auf Android: Einstellungen → Bedienungshilfen → „Sichtbarkeitsverbesserungen" (oder „Text und Anzeige") → dort finden sich „Fettschrift" und „Text mit hohem Kontrast".

Helligkeit und Dunkelmodus

Die Helligkeit regeln Sie am schnellsten, indem Sie vom oberen Bildschirmrand nach unten wischen – dort erscheint ein Helligkeits-Regler. Lassen Sie zusätzlich die automatische Helligkeit aktiv, dann passt sich der Bildschirm dem Umgebungslicht an.

Der Dunkelmodus stellt die Oberfläche dunkel statt weiß – manche Augen finden das abends angenehmer. Auf dem iPhone: Einstellungen → Anzeige & Helligkeit → „Dunkel". Auf Android: Einstellungen → Anzeige → „Dunkel-Design" (oder „Dunkler Modus"). Probieren Sie aus, was Ihren Augen besser tut – beides ist jederzeit umstellbar.

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2 Töne, Lautstärke und Benachrichtigungen

Klingelton und Lautstärke einstellen

Wichtig zu wissen: Ein Smartphone hat mehrere getrennte Lautstärken – eine fürs Klingeln, eine für Videos und Musik, eine für den Wecker. Wer seitlich an den Lautstärke-Tasten dreht, verstellt je nach Situation nur eine davon. Das ist der häufigste Grund für verpasste Anrufe.

Alle Lautstärken sehen Sie übersichtlich nebeneinander – auf dem iPhone unter Einstellungen → Töne & Haptik, auf Android unter Einstellungen → Töne und Vibration (oder „Töne"). Prüfen Sie dort gezielt die Klingel-Lautstärke.

Im selben Menü wählen Sie den Klingelton. Ein tiefer, klarer Ton ist meist besser zu hören als ein hohes, modernes Klingeln. Sie können sogar für bestimmte Personen einen eigenen Klingelton festlegen – dann hören Sie schon am Klang, wer anruft.

Vibration als zweites Signal

Wer das Klingeln leicht überhört, schaltet die Vibration dazu – das Smartphone zittert dann spürbar mit. In der Tasche oder auf dem Tisch ist das ein gut wahrnehmbares zweites Signal. Die Einstellung finden Sie im selben Töne-Menü („Beim Klingeln vibrieren").

„Nicht stören" einrichten

Soll das Smartphone Ruhe geben, hilft der Modus „Nicht stören": keine Klingeltöne, kein Piepen. Das Kluge daran – Sie können Ausnahmen festlegen, etwa dass die Familie trotzdem durchklingelt, oder dass „Nicht stören" jede Nacht automatisch aktiv ist.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Fokus → „Nicht stören" – dort lassen sich Zeitplan und erlaubte Kontakte festlegen. Auf Android: Einstellungen → Töne und Vibration → „Nicht stören".

Benachrichtigungen ausmisten

Das ständige Piepen kommt meist von Benachrichtigungen – kurzen Meldungen, die Apps verschicken. Viele davon sind überflüssig. Jede App lässt sich einzeln einstellen.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Mitteilungen → App in der Liste antippen → Mitteilungen aus- oder einschalten. Auf Android: Einstellungen → Benachrichtigungen → „App-Benachrichtigungen" → App auswählen.

Gehen Sie die Liste einmal durch und schalten Sie großzügig ab, was keinen echten Wert hat. Eine gute Faustregel: Nur Apps, bei denen eine Meldung wirklich wichtig ist – Nachrichten von Menschen, Termine, Erinnerungen – dürfen sich melden.

3 Akku länger durchhalten lassen

Energiesparmodus einschalten

Der Energiesparmodus drosselt unauffällig alles, was nicht dringend nötig ist – der Akku hält spürbar länger, ohne dass man im Alltag viel merkt.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Batterie → „Stromsparmodus" einschalten. Auf Android: Einstellungen → Akku → „Energiesparmodus".

Praktisch: Beide Systeme schlagen vor, den Modus automatisch einzuschalten, sobald der Akku einen bestimmten Stand unterschreitet. Diese Automatik lohnt sich – einmal aktiviert, müssen Sie nicht mehr daran denken.

Den Akku schonen

Ein Akku altert mit der Zeit – ein paar Gewohnheiten verlangsamen das aber:

  • Hitze meiden. Das Smartphone nicht im prallen Sonnenlicht oder im heißen Auto liegen lassen. Hitze ist der größte Feind des Akkus.
  • Bildschirmhelligkeit zurücknehmen. Der Bildschirm ist der größte Stromverbraucher.
  • „Optimiertes Laden" nutzen. Diese Funktion (iPhone: Einstellungen → Batterie → Batteriezustand; Android: Einstellungen → Akku → Akkuschutz) hält den Akku gesünder.

Übrigens: Das Smartphone jederzeit anzustecken – auch bei 60 Prozent – ist völlig in Ordnung. Moderne Akkus müssen nicht leer laufen, und Über-Nacht-Laden schadet nicht. Diese alten Ratschläge dürfen Sie vergessen.

4 Speicherplatz freiräumen

Speicher prüfen und aufräumen

Die Meldung „Speicher fast voll" ist fast immer harmlos. Zuerst verschaffen Sie sich einen Überblick, was den Platz belegt.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Allgemein → „iPhone-Speicher". Auf Android: Einstellungen → „Speicher" (bei Samsung: Einstellungen → Gerätewartung → Speicher). Beide zeigen eine Übersicht und konkrete Aufräum-Vorschläge.

Gefahrlos löschen lässt sich:

  • Apps, die Sie nicht nutzen – lassen sich jederzeit wieder laden
  • Alte Downloads – erledigte PDF-Anhänge, heruntergeladene Bilder
  • Doppelte und misslungene Fotos – die zehn fast gleichen Bilder vom selben Motiv

Lassen Sie System-Dateien und unbekannte vorinstallierte Apps in Ruhe – die gehören oft zum Betrieb des Geräts.

Fotos in die Cloud auslagern

Wenn Fotos der Hauptgrund für den vollen Speicher sind, ist die dauerhafte Lösung der Cloud-Speicher: Die Fotos werden automatisch ins Internet auf gesicherte Server geladen, auf dem Gerät bleiben nur kleine Vorschauen.

Auf dem iPhone heißt das „iCloud-Fotos" (Einstellungen → Apple-ID → iCloud → Fotos). Auf Android übernimmt das die App „Google Fotos" mit ihrer Sicherungs-Funktion.

Der angenehme Nebeneffekt: Geht das Smartphone verloren oder kaputt, sind die Fotos trotzdem sicher. Wie Cloud-Speicher genau funktioniert, lesen Sie im Ratgeber Google Drive: Briefe und Listen ohne Office.

PDFs auf dem Handy speichern und wiederfinden

PDFs – Formulare vom Arzt, Kontoauszüge, Zugtickets, Beipackzettel – landen häufig als Anhang per E-Mail oder als Download aus dem Browser auf dem Handy. Aber wo sind sie danach?

Auf dem iPhone: Wenn Sie in einer E-Mail auf einen PDF-Anhang tippen und dann das Teilen-Symbol (Viereck mit Pfeil nach oben) antippen, erscheint die Option „In 'Dateien' sichern". Dort legen Sie das PDF in einem Ordner ab – und finden es später in der App „Dateien" wieder. Direkte Downloads aus dem Browser Safari landen ebenfalls in der Dateien-App unter „Downloads".

Auf Android: Heruntergeladene Dateien landen automatisch im Ordner „Downloads" – zu öffnen über die App „Dateien" (oder „Meine Dateien" bei Samsung). PDF-Anhänge aus Gmail können über das Download-Symbol gespeichert werden; danach sind sie unter Dateien → Downloads zu finden.

Ein Tipp für beide Systeme: Wenn Sie ein PDF häufiger brauchen – etwa eine Krankenversicherungskarte als digitale Kopie oder ein Impfzertifikat – legen Sie es in einem eigenen Ordner mit einem klaren Namen ab, zum Beispiel „Wichtige Dokumente".

5 Für den Notfall vorsorgen

Einen Notruf absetzen

Jedes Smartphone kann einen Notruf absetzen, ohne entsperrt zu werden. Auf dem Sperrbildschirm – dem ersten Bild beim Aufwecken – gibt es immer einen Zugang „Notruf". Wichtig: So kann auch eine andere Person, die Ihren Code nicht kennt, Hilfe rufen.

Zusätzlich gibt es einen schnellen Notruf über die Tasten: Auf dem iPhone die Seitentaste und eine Lautstärketaste zusammen gedrückt halten, dann erscheint der Notruf-Regler. Auf vielen Android-Geräten löst fünfmaliges schnelles Drücken der Seitentaste den Notruf aus (einstellbar unter Einstellungen → Sicherheit und Notfall → „SOS-Notruf").

Spielen Sie es einmal in Ruhe gedanklich durch – ohne tatsächlich anzurufen. Im Ernstfall zählt, dass Sie nicht erst suchen müssen.

Notfallpass und Notfallkontakte einrichten

Der Notfallpass enthält Ihre wichtigsten Gesundheitsdaten – Blutgruppe, Allergien, Medikamente – und ist auch bei gesperrtem Smartphone abrufbar. Sanitäter wissen, wo sie nachsehen. Dazu hinterlegen Sie Notfallkontakte: ein bis zwei Personen, die im Ernstfall automatisch benachrichtigt werden.

Auf dem iPhone: die App „Health" (Gesundheit) öffnen → auf das eigene Profilbild oben tippen → „Notfallpass" → „Bearbeiten". Auf Android: Einstellungen → „Sicherheit und Notfall" → „Notfallinformationen" (bei manchen Geräten „Notfall-SOS").

Nehmen Sie sich dafür einmal eine ruhige halbe Stunde – am besten zusammen mit einem Familienmitglied. Einmal eingerichtet, ist die Vorsorge dauerhaft da.

6 Datenschutz und Privatsphäre

Browserverlauf löschen

Der Browser speichert, welche Webseiten Sie besucht haben – als Verlauf. Das ist praktisch, um eine Seite schnell wiederzufinden, aber auch eine Liste aller Ihrer Internet-Aktivitäten. Wer den Verlauf gelegentlich leert, sorgt für etwas mehr Privatsphäre – und einen aufgeräumten Browser.

Auf dem iPhone (Safari): Einstellungen → Safari → „Verlauf und Websitedaten löschen" – tippen Sie dort auf „Verlauf löschen". Alternativ direkt in der Safari-App: das Buch-Symbol unten antippen → Uhr-Symbol (Verlauf) → „Löschen" unten rechts.

Auf Android (Chrome): Chrome-App öffnen → drei Punkte oben rechts → Verlauf → „Browserdaten löschen" → Häkchen bei „Browserverlauf" setzen → „Daten löschen". Sie können im selben Schritt auch Cookies und gespeicherte Formulardaten löschen, falls gewünscht.

Hinweis: Das Löschen des Verlaufs meldet Sie nirgends aus und löscht keine gespeicherten Passwörter, solange Sie diese Option nicht gezielt auswählen.

Webseiten-Benachrichtigungen abschalten

Manche Webseiten fragen beim ersten Besuch: „Darf diese Webseite Ihnen Mitteilungen senden?" Wer dort einmal „Erlauben" getippt hat, bekommt seitdem Meldungen auf den Sperrbildschirm – auch wenn er die Webseite gar nicht geöffnet hat. Das lässt sich rückgängig machen.

Auf dem iPhone: Einstellungen → Safari → Benachrichtigungen (oder: Einstellungen → Mitteilungen → Safari). Dort sehen Sie alle Webseiten, die Benachrichtigungen senden dürfen – und können einzelne oder alle deaktivieren.

Auf Android (Chrome): Chrome-App öffnen → drei Punkte oben rechts → Einstellungen → Website-Einstellungen → Benachrichtigungen. Dort finden Sie alle Seiten, die Sie zugelassen haben. Tippen Sie auf eine Webseite und stellen Sie die Berechtigung auf „Blockieren".

Für die Zukunft gilt: Wenn eine Webseite fragt, ob sie Benachrichtigungen senden darf – bei allen unbekannten Seiten auf „Nicht erlauben" oder „Blockieren" tippen. Seriöse Nachrichten- oder Service-Webseiten funktionieren auch ohne diese Erlaubnis vollständig.

Sie wollen mehr?

Auf der Webseite finden Sie weitere kostenlose Anleitungen – etwa WhatsApp für Senioren – sowie Ratgeber-Artikel, die Hintergründe erklären statt Schritte. Passend zum Thema: Welche Apps Sie wirklich auf dem Smartphone brauchen.

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